Anlagetypen

In fester Beziehung – die netzgekoppelte Anlage

Die einfachste und wirtschaftlichste Art, den Strom einer Photovoltaik-Anlage zu nutzen, bietet das netzgekoppelte System. Der von den Modulen erzeugte Gleichstrom wird vom Wechselrichter auf 230 V Wechselspannung transformiert und vollständig in das öffentliche Netz eingespeist. Die für das Haus benötigte Energie wird dabei weiterhin vom gewählten Energieversorger bezogen. Je nach Modultyp, Wechselrichterkombination, Standort und Ausrichtung erzeugt eine 1,0 kWp-Anlage in Deutschland jährlich zwischen 650 und 1150 kWh Strom. Durch die Einspeiseerlöse, Abschreibung und evtl. zusätzliche Förderung erzeugen Sie nicht nur wirklich sauberen Strom, sondern bekommen im Laufe der Jahre Ihren Einsatz zurück und erwirtschaften danach sogar Gewinn.

Hauptkomponenten netzgekoppelte Anlage:

1. PV-Generator (Mehrere PV-Module in Reihen- und Parallelschaltung mit Montagegestell)
2. Generatoranschlusskasten (mit Schutztechnik)
3. Gleichstromverkabelung
4. DC-Hauptschalter
5. Wechselrichter
6. Wechselstromverkabelung
7. Zählerschrank mit Stromkreisverteilung, Bezugs- und Einspeisezähler und Hausanschluss

 

 

Oder allein stehend – die Inselanlage

Diese in Fachkreisen auch als autark bezeichnete Anlage findet man vornehmlich an Objekten, die keine Netzstromversorgung vorweisen, z. B. auf Campingplätzen oder in Gartenhäusern. Hier steht die Eigenversorgung des Betreibers im Vordergrund. Mit Hilfe von Speicherbatterien bieten Inselanlagen die Möglichkeit, den eigenen Strombedarf zu decken. Durch die momentane Einspeisevergütung, die weit über dem normalen Abnahmepreis liegt, macht es jedoch wenig Sinn, die erzeugte Energie zu speichern und bei Bedarf abzurufen. Eine Inselanlage ist dadurch wirklich nur für Objekte sinnvoll, die nicht ans öffentliche Stromnetz angebunden sind.

Hauptkomponenten Inselanlage:

1. PV-Generator (ein oder mehrere PV-Module, meist in Parallelschaltung)
2. Laderegler
3. Akkumulator (Akku)
4. Verbraucher